Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war
Kino-Dokumentarfilm, 97 Min., D 2026
Buch und Regie: Regina Schilling
Mit: Sandra Hüller
Montage: Carina Mergens
Musik: Anja Plaschg/Soap & Skin
Kamera: Johann Feindt
Original-Ton: Benjamin Simon
Kostümbild: Veronika Albert
Szenenbild: Renate Martin, Andreas Donhauser
Mischtonmeister: Kai Tebbel
Produktion: Thomas Kufus (zero one film, Berlin), Johannes Rosenberger (Navigator Film, Wien)
Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihrem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen. Mit Originalmusik von Soap & Skin.
Filmverleih:
→ Weltkino
Pressestimmen
Der Dokumentarfilm „Jemand, der einmal ich war“ über Ingeborg Bachmann ist eine fulminante Geisterbeschwörung mit einer großartig lässigen Sandra Hüller.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Schillings Film ist eine meisterhaften Séance. Sie formt ein vielstimmiges Bild aus Bachmann-Original-Interviews, poetischen Werkzitaten und Stimmen von Weggefährten. Eine eindrucksvolle Montage, die neben Bachmanns Werk auch nicht zuletzt die damalige Literaturepoche zum Klingen bringt. Kein wohlfeiles Porträt, das Bachmann vom heute her als Opfer stilisiert, sondern ein tastendes Bild, das den Menschen hinter der Dichterin nicht.
Welt am Sonntag
Der Film schafft es, auf eindringliche, aber nie aufdringliche Art, von den Angstzuständen, den Obsessionen, dem privaten Glück und Unglück und der herausragenden Kunst der in Klagenfurt geborenen Autorin Bachmann zu erzählen.
Die Songs der österreichischen Sängerin und Musikerin Anja Plaschg, die unter dem Namen Soap & Skin auftritt, und die Kraft von Hüllers Körperspiel sorgen für eine schöne, lässige Distanz.
Der Spiegel
Genialer Ingeborg-Bachmann-Film. Ein Film, der dem Rätsel dieser Autorin mit großer Neugier begegnet.
Der Freitag
Grandios! Dieser Film ist so gegenwärtig, wie Kunst nur sein kann. Bachmann ist früh gestorben, ihre Literatur aber ist herausfordernd gegenwärtig.
Berliner Zeitung